Die Geschichte der Stadt Freiburg

1091

Erste Erwähnung der Gründung Freiburgs. In weiteren Chroniken werden u.a. noch die Jahre 1111, 1112, 1118 sowie 1122 als Gründungsjahr genannt.

1120

Konrad von Zähringen, Bruder des amtierenden Herzogs Bertold III., gründet den Markt Freiburg. Durch die Nähe wichtiger Handelsstraßen nimmt der Markt schnell an Größe zu. Niedergeschrieben in einer Gründungsurkunde werden in 80 Artikeln die Rechte und Pflichten des Herzogs und der Bürger festgelegt.

1122

Herzog Bertold III. wird im 1093 gegründeten Kloster St. Peter beigesetzt. Ihm zu Ehren wurde im Zentrum Freiburgs der Bertoldsbrunnen errichtet.

1152

König Konrad III. und der Herzog von Schwaben Friedrich Rotbart weilen in der Stadt.

1178

Papst Alexander III. bestätigt die Freiburger Besitzungen der Zisterzienserabtei Tennenbach.

1186

Bertold V. tritt nach dem Tod seines Vaters die Herrschaft an.

1196

Rudolf von Zähringen, der Bischof von Lüttich und Onkel des Herzogs, stirbt in seinem Dorf Herdern und wird in St. Peter beigesetzt. Der hl. Lambert von Lüttich, dessen Reliquie in der Kapelle des Schlosses liegt, wird später Stadtheiliger von Freiburg. Herzog Bertold V. gründet die Stadt Bern.

1198

Gegner der Staufer drängen Bertold V. zur Kandidatur als Nachfolger Heinrichs IV. Er nimmt zunächst an, arrangiert sich aber mit Phillipp von Schwaben und erscheint zur Wahl in Köln nicht.

1200

Um 1200 wurde mit dem Neubau einer Kirche an der Stelle einer älteren Pfarrkirche aus dem 12. Jahrhundert nach dem Vorbild des Basler Münsters begonnen - dem heutigen Münster Unserer Lieben Frau.

1218

Bertold V. wird im Münsterneubau begraben. Er stirbt ohne männlichen Nachkommen als letzter Herrscher des Hauses Zähringen.

1218

Graf Egino von Urach, Schwager Bertolds V, übernimmt als Graf von Freiburg das Erbe.

1220

Zisterzienserabtei erwirbt den Tennenbacher Hof.

1223

Erwähnung der 24 Ratsherren Freiburgs.

1224

Zisterzienserabtei Günterstal wird erstmals genannt.

1236

Niederlassung der Dominikaner in Freiburg.

1245

Graf Konrad I. und sein Bruder Heinrich teilen ihr Herrschaftsgebiet. Konrad erhält Freiburg und den Breisgau.

1246

Der Franziskanerorden erhält Schenkungen von Graf Konrad.

1248

Neue Stadtverfassung. Der Rat, vornehmlich Adelige und Kaufleute, wird durch einen Rat der 24 erweitert, der jährlich gewählt wird.

1258

Beitritt Freiburgs zum Rheinischen Städtebund.

1260

Früheste Erwähnung einer Lateinschule.

1264

Lehen wird von Berta von Breisach errichtet.

1275

Neue Stadtverfassung. Die Rechte des Adels werden weiter eingeschränkt. Freiburg wird durch König Rudolf von Habsburg belagert.

1278

Zähringer Reichsburg wird aufgrund eines Konfliktes mit dem König zerstört.

1279

2. Belagerung Freiburgs durch den Sohn Rudolfs von Habsburg.

1282

3. Belagerung von Rudolf von Habsburg. Friedensschluß und Wiederaufbau der Zähringer Burg.

1282

Rudolf von Habsburg macht Freiburg zur freien Reichsstadt.

1288

Auf einer Urkunde ist die Größe der Stadt festgehalten, die erst 1850 überschritten wird.

1293

Neue Stadtverfassung. Bürgermeister steht dem Gemeinwesen vor und wird jährlich gewählt.

1299

Schlacht zwischen Freiburger Bürgern und den alliierten Truppen des Grafen und seines Schwagers, Bischof von Straßburg. Der Tod des Bischofs durch einen Metzger entscheidet die Schlacht zugunsten der Bürger. Zur Sühne wird die "Bischofslinde" gepflanzt und das Bischofskreuz aufgestellt.

1301

König Albrecht gesteht den Freiburgern das Recht auf Eigengerichtsbarkeit zu. Anderen Gerichten muß nicht weiter Folge geleistet werden.

1303

Erste Erwähnung des Rathauses.

1307

Friede zwischen Bürgerschaft und Stadtherrn. Nur noch der Schultheiss wird vom Grafen bestimmt.

1316

Nach langem Streit übergibt Graf Egino II. die Herrschaft über Freiburg seinem Sohn Konrad.

1318-1324

Krieg zwischen den Herren von Üsenberg und von Falkenstein und Endingen. Wegen den Verwüstungen im Breisgau stiften sie eine Sühnekappelle für das Münster.

1326

Städtebündnis zur Aufrechterhaltung des Landfriedens zwischen Freiburg und Basel. Später schließen sich Zürich, Bern, Mainz, Worms, Konstanz, Linz und Straßburg an.

1327

Prägerecht wird der Stadt verliehen.

1349

Die Pest fordert viele Opfer in der Stadt und löst eine Judenverfolgung aus.

1353

Erfindung des Schwarzpulvers durch den Franziskanermönch Berthold Schwarz.

1366-1367

Stadt überwirft sich mit dem hochverschuldeten Stadtherren. Einem Anschlag des Grafen zuvorkommend greifen die Bürger die Burg auf der Schloßberg an, unterliegen aber dem gräflichen Heer trotz Unterstützung durch die Städte Basel, Breisach, Neuenburg und Kenzing.

1368

Freiburg kauft sich gegen die ungeheure Summe von 15.000 Mark Silber vom Grafen Eugino III. frei und begibt sich freiwillig unter den Schutz des Hauses Habsburg.

Übergabeurkunde mit Stadtverfassung, die eine weitestgehende Selbstverwaltung ermöglicht. Burg wird Stadtbesitz.

1378

Das Historische Kaufhaus am Münsterplatz wird erstmals genannt.

1386

In der Schlacht gegen die Eidgenossen fallen Herzog Leopold III. und ein Großteil des Stadtadels.

1389

Raubritternest Falkenstein wird durch Freiburger zerstört.

1392

Zunftregime in Freiburg wird durch Herzog Leopold eingeschränkt.

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