Walther Gustav Fischer

Walther Gustav Fischer wurde am 27. Okt. 1883 in Tientsin (China) als Sohn eines Konsuls und Kaufmanns geboren. Im Alter von eineinhalb Jahren kam er jedoch schon nach Hamburg, wo er bei seiner Großmutter aufwuchs. Er studierte Jura in Freiburg und Berlin und trat im Jahr 1902 der Burschenschaft Franconia bei. Nach seinem Studium promovierte zum Dr. jur. und ging 1906 zurück nach Hamburg, wo er zunächst Sozius bei einem bekannten Patentanwalt wurde und später seine eigene Anwaltspraxis aufmachte. 

 

Seit dem Jahre 1945 hatte sich Fischer intensiv um die Organisation der deutschen Rechtsanwälte bemüht und war Präsident der Vereinigten Anwaltskammern im Bundesgebiet. Außerdem war er apl. Professor für Bürgerliches Recht, Zivilprozess, Konkurs-, Urheber- und Erfinderrecht an der Universität Hamburg und galt als Spezialist in den Fragen des Patentrechts und des gewerblichen Rechtsschutzes.

 

In der ersten Hamburger Bürgerschaft nach dem Kriege wurde er zum Vizepräsidenten berufen und war von 1946 - 1949 Führer der CDU-Fraktion.

 

Im Jahre 1953 wurde er als Richter in das hamburgische Verfassungsgericht berufen. Fischer war Ehrenvorsitzender der Deutschen Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz. Er verstarb am 22. März 1954 in Hamburg.

 

aus: Eintrag "Fischer, Walther" in Munzinger Online/Personen - Internationales Biographisches Archiv, URL: http://www.munzinger.de/document/00000005876